Berlin. Der Bund der Steuerzahler hat dem Bundesverkehrsministerium die Verschwendung von Steuermitteln vorgeworfen. Nach Darstellung von Verbandspräsident Karl Heinz Däke sind acht Brücken an der Autobahn A 72 zwischen Stollberg und Zwickau mit einer „schmucken Natursteinverblendung aus Granit und Porphyr“ gestaltet worden. Diese habe rund 450.000 Euro gekostet. „Die Natursteinverblendung ist ein wesentliches Gestaltungselement für die Einpassung der Bauwerke in das Landschaftsbild“, habe das Ministerium mitgeteilt. Entscheidend sei hierbei, dass die Autobahnbrücken neben „hervorzuheben Bauwerken“ stehen, „insbesondere in der Nähe zu Wanderwegen oder Rastplätzen“. Dazu entgegnete Däke, die Brücken stünden weder an touristisch interessanten Orten noch herrsche dort ein hohes Verkehrsaufkommen. Dass am Ende aus Kostengründen nicht 17 Brücken, sondern nur eben jene acht Brücken eine Luxusverblendung erhielten, sei ein schwacher Trost für den Steuerzahler, meinte Däke. (jök)
Steuerzahlerbund hält Bundesverkehrsministerium Verschwendung vor
Steuergelder für Optik verwendet: Natursteinverblendung aus Granit und Porphyr hübschen Autobahnbrücken in Sachsen auf