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Stena Line: Neue Schiffe und neues Terminal in der Irischen See

Bald Vergangenheit: Die RoPax-Fähre im estnischen Hafen Tallin. In wenigen Monaten wird das Schiff in der Irischen See für die schwedische Reederei Stena Line fahren
© Foto: Arndt

Schweden sichern sich moderne Ostsee-Tonnage / 200 Millionen Britische Pfund für neuen Fährterminal in Schottland / Tallink Silja Line stellt Verbindung von Rostock nach Helsinki ein


Datum:
09.03.2011
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Göteborg/Hamburg. Die schwedische Fährreederei Stena Line setzt ihren Umstrukturierungskurs in ihrem Liniennetz und der Flotte weiter fort. Aktuell ist die Irische See im Fokus. Hier betreibt der Reedereikonzern insgesamt vier Dienste, die Großbritannien und die Irische Republik sowie die Provinz Nordirland verbinden. Auf der wichtigen Route zwischen dem schottischen Stranraer und Belfast wird die Reederei im Herbst zwei neue RoPax-Fähren einsetzen und dafür insgesamt drei Schiffe aus der Fahrt nehmen.

Betroffen vom Austausch sind die 1981 gebaute RoPax-Fähre „Stena Caledonia" (1000 Passagiere, 280 Fahrzeuge), die 1984 in Dienst gestellte „Stena Navigator" (rund 1200 Passagiere, über 220 Fahrzeuge) und die Doppelrumpfschnellfähre „Stena Voyager" (1500 Passagiere, 360 Fahrzeuge). Dieses Schiff wurde 1996 in Dienst gestellt und sorgte damals aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit und seines futuristischen Aussehens für großes Aufsehen in der Schifffahrtswelt.

Suche nach Ersatzschiffen erfolgreich

Bei der Suche nach Ersatzschiffen wurden die Schweden bei der estnischen Reederei-Gruppe Tallink Silja Line fündig. Das Unternehmen verchartert ihre beiden bislang zwischen Rostock und Helsinki eingesetzten, rund 30 Knoten schnellen RoPax-Fähren „Superfast VII" und „Superfast VIII" für zunächst drei Jahre an die Schweden. Diese sicherten sich zugleich eine Charter-Verlängerungsoption von weiteren vier Jahren für die beiden in Deutschland gebauten Fähren. Die Schiffe werden aber zunächst noch bis August zwischen Rostock und dem 500 Seemeilen weiter östlich gelegenen Helsinki verkehren, eine Strecke, die innerhalb von 29 Stunden zurückgelegt wird. Danach werden die Schiffe für rund 80 Millionen Britische Pfund umgebaut, um optimal in ihrem neuen Fahrtgebiet eingesetzt zu werden. Vor allem die Frachtkapazitäten sollen erhöht werden. Aktuell haben die Fähren eine Transportkapazität für bis zu 110 LKW beziehungsweise bis zu 660 PKW. An Bord finden darüber hinaus rund 1500 Passagiere ein Unterkommen. Die beiden Schnellfähren sollen die Strecke zwischen Stranraer und Belfast binnen 135 Minuten zurücklegen. Die bislang eingesetzte, ältere Tonnage will Stena Line verkaufen.

Hafen Rostock tritt die Entscheidung von Tallink nicht unvorbereitet

Mit der Vercharterung an Stena wird Tallink Silja Line die Verbindung von Rostock nach Helsinki einstellen, bestätigte eine Reederei-Sprecherin gegenüber der VerkehrsRundschau auf Anfrage. „Uns trifft die Entscheidung der Reederei zwar nicht unvorbereitet, allerdings bedauern wir sie trotzdem", erklärte Christian Hardt, Sprecher bei der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock (Hero), auf Anfrage. Seit geraumer Zeit hätten im Markt Gerüchte kursiert, wonach die estnische Reederei sich von diesen Schiffen trennen wolle. Hardt weiter: „Auch nach dem Rückzug der Esten werden wir als Hafen Rostock weiterhin gut an Rostock angebunden sein, und zwar über Scandlines und über die Finnlines-Gruppe." Das Seegüteraufkommen mit Finnland betrug 2010 mit allen Reedereidiensten rund zwei Millionen Tonnen.

Der Einsatz der neuen, größeren Schiffe ist zeitlich auf die Inbetriebnahme des neuen Fähr-Terminals Loch Ryan Port im schottischen Cairnryan abgestimmt. Hier investieren die Schweden rund 200 Millionen Britische Pfund. Der neuen Hafen soll ab Herbst diesen Jahres zur Verfügung stehen. Er gehört zu den wichtigsten Infrastrukturvorhaben in Schottland in den letzten Jahren. (eha)

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