Ab dem kommenden Jahr werden entsprechend ausgeschilderte Standstreifen zeitweise für den fließenden Verkehr frei gegeben. Damit sollen Stau-Schwerpunkte entschärft werden. Der ADAC hält die Nutzung von Standspuren für eine Zwischenlösung um aktuelle Probleme zu mindern. Der längst fällige Ausbau der überlasteten Autobahnen wird, laut ADAC, dadurch nicht überflüssig. Um Seitenstreifen temporär nutzen zu können, müssen nach Ansicht des ADAC oftmals erst die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden. Sehr viele Dinge sind zu beachten, zum Beispiel die jeweilige Verkehrsführung vor und nach Anschluss-Stellen. Der Seitenstreifen muss für den Schwerverkehr stabil genug sein, Nothaltebuchten müssen angelegt und die Markierungen entsprechend geändert werden. Ebenso muss die Spur mit Videokameras überwacht werden, um Pannenfahrzeuge oder Hindernisse rechtzeitig zu bemerken und um die Freigabe dann rückgängig machen zu können. Auch ein Tempolimit von maximal 100 Kilometer pro Stunde muss auf den neuen Seitenstreifen gelten. (vr/dpa)
Stau-Schwerpunkte sollen entschärft werden
Freigabe der Standspuren ab 2002 amtlich