Wiesbaden/Berlin. Die Binnenschifffahrt ersetzt in erheblichem Umfang LKW- und Bahn-Transporte. Im Jahr 2007 seien 249 Millionen Tonnen Güter auf Binnenschiffen transportiert worden, berichtete das Statistische Bundesamt. Dadurch würden rund 10 Millionen LKW-Fahrten mit einer Nutzlast von jeweils 24 Tonnen eingespart. Das entspricht ungefähr 28.500 LKW täglich oder einer LKW-Kolonne von etwa 570 Kilometern Länge - etwa von München bis Köln. "Dies ist ein bedeutender Beitrag zur Vermeidung von Staus und zur Minimierung von CO2-Emissionen", sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Doch die Wiesbadener Statistiker bezogen den Vergleich nicht nur auf Autobahnen, sondern ebenso auf den Schienenverkehr: "Auf der Eisenbahn hätten diese Transporte den Einsatz von etwa 6,2 Millionen Güterwagen jährlich mit jeweils 40 Tonnen Nutzlast zur Folge. Das deutsche Schienennetz würde pro Tag um zusätzlich 17.100 Güterwagen belastet werden." Tiefensee erklärte: "Die Binnenschifffahrt boomt, unsere umweltfreundlichen Wasserstraßen gewinnen im Gesamtverkehrssystem deutlich an Boden." Im Bundeshaushalt 2009 fielen die Investitionen in Bundeswasserstraßen mit 850 Millionen Euro um 50 Millionen höher aus als 2008. Eine wichtige Rolle nehme der Containerverkehr auf den Hinterlandverbindungen der Seehäfen ein. "So wurden zum Beispiel auf dem Elbeseitenkanal im Jahr 2007 allein 50 000 Container befördert", betonte der Minister. Ein Großmotorschiff könne über 104 Container auf einmal transportieren. (dpa)
Statistik: Weniger LKW- und Bahntransporte durch Binnenschiffe
Im Jahr 2007 wurden 249 Millionen Tonnen Güter auf Binnenschiffen transportiert