Startschuss für Gleisbau im Jade-Weser-Port

07.07.2009 10:47 Uhr
Jade-Weser-Port
Wirtschaftsminister Rösler gibt Startschuss für Gleisbau zum Jade-Weser-Port
©Foto: ddp

Ungeachtet der möglichen Verzögerung für die Schienenanbindung des neuen Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven ist am Dienstag der Startschuss für den Gleisbau zu den Kajen erfolgt

Wilhelmshaven. Dem Ausbau der Schienenstrecke zu Deutschlands einzigem Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven steht nichts mehr im Weg. Die Deutsche Bahn versicherte beim Spatenstich am Dienstag, es werde keine Verzögerungen geben. „Wir stellen pünktlich zur Inbetriebnahme des neuen Terminals eine leistungsfähige Anbindung an das deutsche Schienennetz zur Verfügung“, sagte der Vorstandsvorsitzende der DB Netz AG, Volker Kefer, zum Startschuss für den Gleisbau zu den Kajen des Jade-Weser-Ports. Vor einigen Wochen hatte ein internes Bahnpapier für Wirbel gesorgt, wonach der Schienenausbau zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven wegen offener Fragen beim Lärmschutz erst 2015 fertig sein könnte. Der Tiefwasserhafen soll 2012 voll in Betrieb gehen. Die Bahn und das Bundesverkehrsministerium unterstrichen, dass die Bahnstrecke bis dahin zweigleisig ausgebaut sein soll. Die Elektrifizierung werde bis 2014 abgeschlossen. Voraussetzung sei aber, dass alles „glatt läuft“ und sich alle Beteiligten dafür engagierten, sagte ein Bahnsprecher. Niedersachsens Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) gab das Signal für den Baubeginn der Schienenanbindung. Er sagte: „Die Deutsche Bahn AG und der Bund haben in den vergangenen Jahren immer betont, die Strecke bis zur vollständigen Inbetriebnahme des Tiefwasserhafens fertigzustellen. An diese Zusagen werden wir Bahn und Bund immer wieder erinnern.“ Die elf Kilometer langen Trassen müssen zweigleisig ausgebaut und die Strecke bis Oldenburg elektrifiziert werden. Über sie rollen später die im Jade-Weser-Port entladenen Container. Die Bahn plant den rund 100 Millionen Euro teuren Ausbau in drei Etappen. Um den Bau des Tiefwasserhafens gab es von Beginn an Ärger: Kaum hatten sich Niedersachsen, Bremen und Hamburg im Frühjahr 2001 auf das gemeinsame Projekt verständigt, kam von der Elbe wieder eine Absage. Auch die Vergabe des Bauauftrags entpuppte sich zu einem juristischen Tauziehen, mit dem sich sogar ein Untersuchungsausschuss des Landtags beschäftigte. Ermittlungen der Osnabrücker Staatsanwaltschaft gegen frühere Manager und politische Amtsträger wegen Korruption und unrechtmäßiger Absprachen wurden eingestellt. (dpa/ag)

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