München. Das 95 Mitarbeiter zählende Speditionsunternehmen Kobernuss wird einen Teil seines Fuhrparks künftig in Zypern anmelden. Das berichtet das Wochenmagazin VerkehrsRundschau in der heutigen Ausgabe. Die Lastwagen mit zypriotischen Kennzeichen kann der Mittelständler dann sowohl für internationale als auch nationale Verkehre einsetzen. Er profitiert damit von einer Ausnahme, die für die EU-Beitrittsstaaten Zypern, Malta und Slowenien gelten. In den anderen EU-Ländern bestehen unterschiedliche Kabotagebeschränkungen teilweise bis Mai 2009. Außerdem profitiert Kobernuss nach eigenen Angaben von der größeren Arbeitnehmerfreizügigkeit, die in Zypern gilt. Als deutsches Unternehmen darf die Spedition nur Fahrer aus den alten EU-Ländern beschäftigen. Der neue Firmensitz auf Zypern erlaubt hingegen auch den Einsatz von Fahrern aus den neuen Beitrittländern. Dadurch ergeben sich laut Kobernuss Personalkosteneinsparungen von jährlich bis zu 30.000 Euro pro Fahrzeug. Zusätzlich profitiert der jetzt zypriotische Spediteur von der günstigeren Kraftfahrzeugsteuer und der geringeren Unternehmensbesteuerung.
Spedition Kobernuss umgeht Kabotagebeschränkungen
Die Spedition Kobernuss verlegt als eines der ersten deutschen Transportunternehmen einen Teil des Unternehmens nach Zypern und umgeht so die noch geltenden Kabotagebeschränkungen.