Die Verkehrs- und Umweltexperten der SPD-Bundes- tagsfraktion drängen auf eine Neufassung des Fluglärmgesetzes. Rita Streb-Hesse, Abgeordnete, sagte am Dienstag in Frankfurt, die Reform müsse die Anwohner besser schützen und für die Flughafenbetreiber trotz steigender Kosten vertretbar sein. Die Fraktionsfachleute schlagen vor, die Lärmgrenzwerte an den größeren Verkehrsflughäfen deutlich zu senken und zulässige Höchstpegel auch für die Nacht einzuführen. Bundes-Vorschriften für Nachtflugverbote würden aber nicht diskutiert, so Streb-Hesse. Zwischen den Bundesministerien für Umwelt und Verkehr gibt es noch Meinungsunterschiede. Die Arbeitsgruppen der SPD-Fraktion schlagen unter anderem vor, den Lärmgrenzwert im engeren Umkreis von Flughäfen von jetzt 75 Dezibel zunächst auf 67 zu senken. Nach weiteren fünf Jahren soll es auf 65 Dezibel verringert werden. Das neue Gesetz soll für Flughäfen mit mehr als 20.000 Starts und Landungen pro Jahr gelten. Im Herbst wird der Gesetzentwurf erwartet. (vr/dpa)
SPD-Experten wollen Fluglärm begrenzen
Lärmgrenzwerte sollen auf 67 Dezibel gesenkt werden