Frankfurt/Main. Die Wirtschaftskrise hat dem Luftverkehr in Deutschland einen kräftigen Dämpfer versetzt. Wie das Statistische Bundesamt am heutigen Mittwoch mitteilte, sank die Zahl der abfliegenden Passagiere auf deutschen Flughäfen im ersten Halbjahr 2009 um 7,9 Prozent auf 42,6 Millionen. Neueste Juli-Daten des größten deutschen Flughafens in Frankfurt deuten allerdings auf eine langsame Erholung hin. Nach Angaben des Bundesamtes gab es einen ähnlich großen Einbruch im ersten Halbjahr 2002 infolge der Anschläge vom 11. September 2001. Am größten deutschen Flughafen Frankfurt, der bereits Juli-Zahlen vorlegte, bessert sich die Lage allerdings. In dem Ferienmonat nutzten 4,9 Millionen Menschen die Drehscheibe, das war ein Minus von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Betreibergesellschaft Fraport mitteilte. Zum Jahresauftakt war hier noch ein zweistelliger Rückgang registriert worden. Fracht besonders betroffen Noch größere Einbrüche als bei den Passagierzahlen gab es bundesweit bei der Luftfracht, die als Frühindikator der Konjunktur gilt. In den ersten sechs Monaten 2009 ging nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die abgehende Fracht um 14,8 Prozent auf rund 765.000 Tonnen zurück. Die ankommende Fracht sank um 15,7 Prozent auf 742.000 Tonnen. Im Juni allein lag die abgehende Fracht um 11,1 Prozent unter dem Vorjahresmonat, die ankommende Fracht war 16,3 Prozent im Minus. Nach Einschätzung des Frankfurter Flughafenbetreibers kommt die Luftfracht allerdings zunehmend aus der Talsohle. Im Juli wurde in Frankfurt mit minus 9,4 Prozent erstmals in diesem Jahr nur noch ein einstelliger Rückgang verzeichnet. Insgesamt wurden im Juli gut 156.000 Tonnen Fracht befördert. Im Vormonat Juni lag das Minus noch bei 16,5 Prozent. Für die ersten sieben Monaten des Jahres zusammen beträgt das Minus noch 19,8 Prozent. (dpa/sv)
Silberstreif am Horizont für die Luftfrachtbranche
Luftfahrt mit großen Einbrüchen / Luftfracht bremst den Sturzflug