Nicht aufzugehen scheint die Kalkulation, die die französische Staatsbahn SNCF für die Bahnfrachtspedition Sernam vorgesehen hatte. Sie wird seit Februar von der Bahn-Holding SNCF Participations geleitet. Statt der für dieses Jahr einkalkulierten 104 Millionen Mark Defizit soll Sernam allein bis Ende September schon ein Minus von 128 Millionen aufgewiesen haben, berichtete das Fachmagazin L`Officiel des Transporteurs. Der Umsatz erreichte 745 Millionen und hatte im Vorjahr insgesamt bei 1,2 Milliarden Mark gelegen. Auf das Gesamtjahr bezogen könnten sich die Verluste sogar auf 160 Millionen belaufen, befürchtet das Blatt. Sernam wird gemeinsam von SNCF und der börsennotierten Geodis-Gruppe geführt. Letztere sollte bis Ende Herbst 60 Prozent am Kapital der Spedition erwerben. Die Brüsseler Behörden haben dem bislang aber ebenso wenig zugestimmt wie die Pariser Commission des participations et transferts, die über die Bewegungen am Kapitalmarkt wacht. (vr/jb)
Sernam-Jahresverluste vermutlich höher als erwartet
Die Bahnspedition hat das für dieses Jahr einkalkulierte Minus schon im September überschritten