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Selbstkritik: Maersk-Chef fordert mehr Kundenfreundlichkeit

Der Chef der dänischen Reederei Maersk Line, Eivind Kolding, hat die Schifffahrtsbranche dazu aufgerufen, über kundenunfreundliche Strukturen nachzudenken
© Foto: Maersk

Der Chef der dänischen Reederei Maersk Line, Eivind Kolding, hat die Schifffahrtsbranche dazu aufgerufen, über mehr kundenunfreundliche Strukturen nachzudenken


Datum:
07.06.2011
1 Kommentare

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Antwerpen/Kopenhagen. Der Chef der dänischen Reederei Maersk Line, Eivind Kolding, hat anlässlich der TOC Konferenz in Antwerpen (Belgien) die Schifffahrtsbranche dazu aufgerufen, über kundenunfreundliche Strukturen nachzudenken und sich den Veränderungen der Zeit zu stellen. Kolding kritisierte unter anderem die mangelnde Pünktlichkeit der Reeder: „Nur jeder zweite Container ist pünktlich beim Empfänger", kritisierte der Maersk Line-Chef. „Es ist immer noch zu kompliziert für Kunden mit den Reedern Geschäfte zu machen und die Schifffahrtsindustrie ist beim Thema Umweltschutz zu wenig transparent und verfolgt keine gemeinsamen Ziele."

In einem veröffentlichten Manifest unter dem Titel „The New Normal" werden vor allem drei Themenfelder thematisiert, in denen Maersk dringenden Handlungsbedarf sieht: Die Pünktlichkeit der Containertransporte, die Kundenfreundlichkeit der Buchungsvorgänge und die Nachhaltigkeit der Schifffahrt.

Eine zentrale These des Papiers: Die Kunden der Reeder schauen nicht in erster Linie auf die Frachtrate einer einzelnen Box sondern sind an einer verlässlichen Gesamtkalkulation interessiert. Die Basis für verlässliche Kostenkalkulation sei jedoch die Pünktlichkeit der Lieferung. Höhere Frachtraten akzeptierten Kunden nur, wenn die Leistung pünktlich erbracht werde. Die Zukunft der Buchung sieht Maersk in einer einfachen Online-Schnittstelle, über die Kunden sofort Informationen über Kapazitäten erhalten und im Fall einer Buchung die unverzügliche Buchungsbestätigung sowie verlässliche Tracking & Tracing-Daten. Im Umkehrschluss leitet Maersk allerdings auch den Anspruch der Reederei ab, dass gemeldete Container tatsächlich bei Beladung des Schiffes angeliefert werden. Laut Maersk Line werden heute drei von zehn gebuchten Containern nicht angeliefert wenn das Schiff zum Auslaufen bereit ist. (diwi) 

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KOMMENTARE


Beisswenger

08.06.2011 - 14:28 Uhr

Die Reederei MAERSK bemängelt die Unpünktlichkeit bei der Anlieferung von Containern (3 von 10 sind unpünktlich).Diese Reederei ist Anführer der Gigantomanie in der Container-Fahrt,in der Zwischenzeit brauchen deren Schiffe mehr als 10.000 Container.Wie kann die Anlieferung einer solch großen Menge überhaupt noch pünktlich erfolgen ? Als Regel dürfte gelten: je kleiner das Schiff desto pünktlicher der Umschlag im Hafen.Was macht so ein Riesen-Schiff, wenn nur wenige Container zur Verladung anstehen ? Es startet trotzdem, weil das Schiff ja wieder pünktlich am Ziel sein muss. Der erträumte Kostenvorteil des Maxi-Schiffes ist dann verspielt und kippt ins Gegenteil.Der Kraftstoffverbrauch eines teilbeladenen großen Schiffes ist zwangsläufig weit höher als ein dem Bedarf angepasstes kleineren Schiffes, das eben auch bei schlechter Auftragslage häufiger voll beladen sein wird.Darauf kommt dann noch die Forderung der Reeder, Hafenanlagen und Schifffahrtswege den Mega-Schiffen anzupassen, koste es was es wolle.Siehe Hafen Hamburg.


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