Seehafen Stade soll Hamburg von Schwer- und Massengut entlasten

19.01.2009 17:08 Uhr

Noch im Herbst 2009 sollen die Weichen für einen neuen „Seehafen Stade“ gestellt werden

Stade. Noch im Herbst 2009 sollen die Weichen für einen neuen „Seehafen Stade“ gestellt werden. Dann werde der Planfeststellungsbeschluss für die Erweiterung des Erz-Umschlagplatzes in Stade-Bützfleth um 44 Hektar erfolgen, sagte ein Sprecher der landeseigenen Hafengesellschaft Niedersachsen-Ports am Montag. Zurzeit wird die alte Hafenanlage um einen 315 Meter langen Kai und 3,6 Hektar Umschlagfläche erweitert. In dem neuen Hafen sollen unter anderem Großbauteile aus dem Airbus-Werk in Stade sowie Massengut umgeschlagen werden, für das im Hamburger Hafen kein Platz mehr sei, sagte ein Sprecher der Stadt Stade. Durch die Erweiterung will die Hafengesellschaft den Umschlagplatz an der Elbe in die Riege der niedersächsischen Überseehäfen Brake, Cuxhaven, Emden, Leer, Nordenham, Oldenburg, Papenburg und Wilhelmshaven aufnehmen. Sowohl die Landesgesellschaft als auch die Stadt Stade setzen auf Nischen im Umschlaggeschäft. Neben den Airbus-Teilen könnte in Stade andere schwere Teile verladen werden. Außerdem wird an den Umschlag von Kohle gedacht, da in unmittelbarer Nachbarschaft des Hafens drei Kohlekraftwerke geplant werde. Derzeit werden in Stade-Bützfleth in erster Linie Erz und andere Rohstoffe für die dortige Aluminium- und Chemieindustrie gelöscht. Gegen diese Hafenerweiterung haben nach Angaben von Niedersachsen-Ports rund 130 Bürger Einwendungen erhoben. Ein Anhörungstermin werde in etwa sechs Wochen sein, sagte der Sprecher. Im Januar 2008 hatte der kleinere Hafenausbau begonnen, der im Sommer dieses Jahres abgeschlossen sein soll. Das Land lässt für rund 14 Millionen Euro eine neue Kaianlage bauen. (dpa/sv)

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