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Seehäfen haben oberste Priorität im Aktionsplan

Enak Ferlemann (links), parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, zusammen mit dem alten und neuen Präsidenten des GVN, Adalbert Wandt
© Foto: VR/Cordes

Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, befürwortet eine Veränderung von Längen, Höhen und Gewichten im Straßengüterverkehr


Datum:
30.10.2010
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Bad Lauterberg. Die Seehäfen und deren Anbindung an das Hinterland haben oberste Priorität im Aktionsplan Güterverkehr und Logistik, den das Bundesverkehrsministerium Ende November veröffentlichen will. Das kündigte Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, auf der Jahreshauptversammlung des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) in Bad Lauterberg an. Daher würden auch viele Gelder in den Erhalt und Ausbau der Autobahnen in Niedersachsen fließen, die als Zubringer für die Seehäfen fungieren.

Ferlemann betonte, das Bundesverkehrsministerium werde an dem Feldversuch der Lang-LKW festhalten. Dabei steht offenbar nicht nur die Länge der Fahrzeuge im Fokus: „Ich bin eine großer Anhänger, Maße und Gewichte zu verändern“, sagte Ferlemann. Auch die Veränderung der Höhe der LKW ist für ihn kein Tabu: „Angesichts der prognostizierten Zuwächse müssen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, auf der vorhandenen Infrastruktur möglichst viel zu transportieren.“  Das gelte im übrigen auch für die Bahn. Er plädierte dafür, die derzeitige Begrenzung der Güterzüge auf 750 Meter zu hinterfragen: „Warum lassen wir nicht 1000 Meter lange Güterzüge zu?“

Das Bundesverkehrsministerium halte weiter an der Verlagerungsstrategie fest. Denn sollten die Prognosen eintreten, sei eine hoffnungslose Überlastung der Autobahnen zu befürchten. „Deshalb wollen wir die Verlagerungsstrategie nach vorne bringen. Dies soll aber im Dialog mit den Beteiligten geschehen.“  Ferlemann bezeichnete es als einen Erfolg, dass es gelungen sei, trotz vieler Begehrlichkeiten den Etat für den Verkehrshaushalt in der mittelfristigen Finanzplanung auf fast 10 Milliarden Euro festzuschreiben. „Eigentlich benötigen wir aber 12 Milliarden Euro pro Jahr, wie schon die Pällmann-Kommission festgestellt habe“, sagte Ferlemann. Das werde in den nächsten ein, zwei Jahren die große Diskussion sein, wie man die zwei Milliarden Euro bekommen könnte, „die ich so gerne für den Verkehrshaushalt noch hätte“.

Der GVN hat auf der Tagung sein Präsidium neu gewählt. Neuer und alter Präsident des Gesamtverbandes ist Adalbert Wandt. Im Präsidium vertreten sind wieder Hubertus Kobernuss und Matthias Krage. Für den nicht mehr kandidierenden Carsten Busch (Fachvereinigung Möbelspedition) zog Helmut Schneider in das Präsidium ein. Busch wurde aufgund seiner Verdienste zum Ehrenvorsitzenden der Fachvereinigung Möbelspedition gewählt. (cd)

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