Rostock. Die Anrainerländer im Ostseeraum sollten nach Worten der schwedischen Staatssekretärin für Europa-Angelegenheiten, Maria Asenius, mehr als bisher gemeinsame Lösungen für die wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen anstreben. Dies gelte auch für die Schadstoff-Reduzierung im Seeverkehr auf der Ostsee. Es komme darauf an, "dass alle Anrainerstaaten mit einer Stimme gegenüber den anderen Partnern in Europa auftreten", sagte Asenius bei der "Konferenz über maritime Innovationen" am Dienstag in Rostock. Die internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) hatte beschlossen, den Ausstoß von Schwefeldioxid von Schiffen bis 2015 drastisch zu reduzieren. Umgesetzt werden soll das durch eine Reduzierung des Schwefelanteils im Schiffsdiesel auf 0,1 Prozent. Dagegen laufen insbesondere die Ostsee-Fährreedereien Sturm. Die Kosten würden exorbitant steigen und die Konkurrenzfähigkeit der Schifffahrtsunternehmen im Wettbewerb mit dem Straßenverkehr erheblich verringern. Die Reeder plädieren für eine Reduzierung des Schwefelanteils auf maximal 0,5 Prozent. Schweden übernimmt ab Juli 2009 für ein halbes Jahr die EU- Präsidentschaft. "Unabhängig von den gegenwärtigen wirtschaftlichen Rückschlägen betrachtet Schweden den Ostsee-Raum als einen der wichtigsten und sich am stärksten entwickelnden Wirtschaftsregionen", betonte Asenius. (dpa)
Schweden für einheitliches Handeln im Ostseeraum
Gemeinsame Lösungen für die wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen angestrebt / Schadstoff-Reduzierung im Ostsee-Seeverkehr