Anlässlich des Messe-Besuchs von Bundeskanzler Gerhard Schröder haben Donnerstag mehr als 100 Lastwagen-Fahrer in Nürnberg gegen die Ökosteuer demonstriert. Sie parkten ihre Fahrzeuge entlang der Zufahrtsstraßen zur Nürnberger Spielwarenmesse. Da sich die Demonstranten weitgehend an die polizeilichen Auflagen hielten, sei es zu keinen nennenswerten Verkehrsbehinderungen gekommen, teilte die Polizei mit. Zu der Demonstration hatte der Landesverband Bayerischen Transportunternehmer aufgerufen. Schröder hatte am Vormittag gemeinsam mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) die 52. Internationale Spielwarenmesse eröffnet. Die Lastwagen-Schlange führte ein Tieflader mit dem überdimensionalen Modell einer rotgefärbten Kuh und der Aufschrift "Deutschland - die Melkkuh Europas" an. Auf einem anderen Transparent forderten die Lastwagenfahrer: "Freier Wettbewerb in der EU - Trittin unser Ruin". In einem Flugblatt kritisiert das Transportgewerbe insbesondere den "Subventionswettlauf der EU-Staaten" und die "Dumpingpraktiken im europäischen Lkw-Verkehr". (vr/dpa)
Schröder-Besuch: Transportgewerbe demonstriert gegen Ökosteuer
Keinen nennenswerten Verkehrsbehinderungen - Demonstranten hielten sich an polizeiliche Auflagen