Die Deutsche Bahn AG will ihr Schienennetz für Eisenbahnunternehmen und Frachtkunden attraktiver machen. Dazu bietet sie seit Donnerstag gemeinsam mit Partnern auf einem Korridor von München bis Zentralschweden schnelle Verbindungen, kurze Grenzaufenthalte und detaillierte Fahrpläne an. Grundlage ist ein Vertrag, der am Donnerstag in Rostock von der DB Netz AG, der schwedischen Netzgesellschaft Banverket und den Ostsee-Fährreedern Scandlines Deutschland GmbH und Scandlines AB unterzeichnet wurde. Der neue Korridor gehört zum europaweiten "North-South Freight Freeway"-Konzept. Allein auf der Route zwischen Skandinavien und Süd-beziehungsweise Süd-Ost-Europa werde bis 2006 mit einer Verkehrszunahme von bis zu 35 Prozent gerechnet, hieß es. Dieses Marktpotenzial gelte es auszuschöpfen. Scandlines verspricht sich von der Vereinbarung einen jährlichen Zuwachs von rund 10 000 beförderten Eisenbahnwaggons. Der neue, rund 2500 Kilometer lange Nord-Süd-Schienen-Korridor erstreckt sich von Hallsberg in Zentralschweden über Malmö nach Trelleborg und führt dann über die Ostsee nach Rostock oder Sassnitz und anschließend über Berlin, Halle und Nürnberg nach München. Dort besteht Verbindung zu bereits existierenden "Freight Freeways" nach Österreich und Italien. (vr/dpa)
Schnelle Güterschiene von München bis Zentralschweden
Trassenangebot umfasst erstmals Land- und Seeweg