Bozen/Innsbruck. Eine erste Bilanz, drei Monate nach Gründung der Allianz von DB Cargo, ÖBB und Trenitalia Cargo im Güterverkehrsbereich, zeigt ein wenig positives Ergebnis. Das geht aus einer Aussendung der Wirtschaftskammer Tirol hervor. "Bis zum Brenner funktioniert die Schiene, nur ab dem Brenner geht nichts mehr", kritisiert Spediteur Dieter Salcher. Auf italienischer Seite gebe es bis zu 24-stündige Verspätungen. Unter diesem Umständen sei es unmöglich, just in time anzuliefern. Wirtschaftskammer-Verkehrsobmann Josef Mariner befürchtet "katastrophale Auswirkungen" für den Wirtschaftsstandort Tirol. "Wenn wir Noten vergeben müssten, dann würde die italienische Bahn ein ‚nicht genügend‘ bekommen." Bei Trenitalia Cargo wollte man gegenüber der VerkehrsRundschau zu den Vorwürfen keine Stellung beziehen. Einige Unternehmer halten "ein Lobbying in den Wirtschaftszentren Oberitaliens und im Ruhrgebiet für sinnvoll, um den Verkehr bereits dort auf die Schiene zu verlagern". Die Brenner-Rail-Cargo Allianz (BRC) wurde im Dezember 2002 in Innsbruck gegründet zur Verkehrsverlagerung auf die Schiene im Alpentransit. (vr/im)
Schlechte Noten für Trenitalia
Harte Kritik an magelnder Zuverlässigkeit von Trenitalia Cargo