Berlin. Der Streit über die verspätete Einführung der LKW-Maut vor fünf Jahren wird seit Montag erstmals vor dem eigens dafür geschaffenen Schiedsgericht verhandelt. Dies bestätigte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. Wann eine Entscheidung fallen könnte, war nicht bekannt. Die Verhandlungen könnten sich länger hinziehen. Der Bund verlangt von dem Mautkonsortium Toll Collect, das sich aus Telekom, Daimler und dem französischen Autobahnbetreiber Cofiroute zusammensetzt, wegen des durch technische Probleme verspäteten Starts des Mautsystems Schadensersatz und Vertragsstrafen von insgesamt 5,1 Milliarden Euro. Das System war nicht wie geplant zum 1. September 2003 in Betrieb gegangen, sondern erst am 1. Januar 2005, und da zunächst nur eingeschränkt. (jök)
Schiedsgericht verhandelt über Streit um LKW-Maut
Der milliardenschwere Streit über die verspätete Einführung der LKW-Maut zwischen dem Bund und Toll Collect wird seit Montag verhandelt