BRÜSSEL. Mit Deutschland hat jetzt der stärkste Bremser signalisiert, dass er eine Weiterführung des EU-Satellitennavigationsprojekts befürwortet. Auf der Tagung der EU-Verkehrsminister am 26. März will Berlin einer Freigabe von bislang verweigerten 450 Millionen Euro zustimmen. Gebilligt werde auch ein Unternehmen zur Verwaltung der 3,5 Milliarden Euro teuren Spitzentechnologie. Nun hofft die EU-Kommission, dass auch die Niederlande, Österreich und Großbritannien ihre Vorbehalte aufgeben, damit das seit letzten Dezember blockierte EU-Innovationsvorhaben Nr. 1 weiterlaufen kann. Unterstützt von den Staats- und Regierungschefs hatten die EU-Verkehrsminister ein Vierteljahr Zeit gefordert, um eine Studie von „Price Waterhouse Coopers“ über Aufwand und Nutzen von Galileo zu prüfen. Danach wollten sie bis Ende März über das weitere Schicksal des durch Geldnöte gestoppten Projekts entscheiden. (vr/dw)
Satellitennavigations-System Galileo im Aufwind
Deutschland unterstützt Weiterführung des Projekts