Stockholm. Die Fluggesellschaft SAS bleibt weiter tief in der Verlustzone und kämpft zusätzlich mit Einnahmeverlusten durch die jüngsten Flugverbote. Wie das teilstaatliche skandinavische Unternehmen am Donnerstag in Stockholm mitteilte, brachte das erste Quartal einen Verlust von 712 Millionen schwedischen Kronen (73,3 Millionen Euro). Das Minus blieb damit gegenüber dem Ergebnis des Vergleichsquartals 2009 fast unverändert. Die Einnahmeverluste der knapp einwöchigen Flugverbote bezifferte SAS auf 460 Millionen Kronen. In den drei vorangegangenen Monaten sank der Umsatz auf 9,5 Milliarden Kronen gegenüber 11,3 Milliarden Kronen zwölf Monate zuvor. Konzernchef Mats Jansson sagte: "Auch 2010 wird wieder ein hartes Jahr für die gesamte Luftfahrt-Branche." SAS gilt seit langem als Kandidat für eine Übernahme durch die deutsche Lufthansa oder möglicherweise einen der anderen europäischen Branchenführer. Wegen der anhaltenden Misere haben die staatlichen und privaten Eigner in Dänemark, Norwegen und Schweden zusätzliches Kapital über fünf Milliarden schwedische Kronen zugesagt. Nach Angaben von Jansson ist ein Sparprogramm aus dem vergangenen Jahr über 7,8 Milliarden Kronen zu gut zwei Dritteln realisiert. Dadurch habe man die Kosten allein in den letzten drei Monaten um 750 Millionen Kronen gesenkt. Von den geplanten 4600 Stellenstreichungen sind bisher 3200 Wirklichkeit geworden. Das Unternehmen beschäftigt 15.000 Mitarbeiter. (dpa)
SAS-Verluste durch Flugverbote noch verschärft
SAS vermeldet Verlust von 73,3 Millionen Euro im ersten Quartal 2010 / Flugverbot durch Vulkanasche kostet Airline etwa 47,8 Millionen Euro