Russlands Straßen: Überlebensregeln für Lkw-Fahrer

07.05.2001 18:18 Uhr

Der billigste Treibstoff ist der am meisten verdünnte

Dass im Westen strenge Verkehrsregeln gelten, predigt Russlands Fachpresse regelmäßig. Umgekehrt informiert sie europäische Fahrer gern über russische Eigenarten. Für die Zeitschrift "Sa Ruljom" (Am Lenkrad) sind dies die sechs wichtigsten: Nie sollten Fernfahrten am Abend begonnen werden. Wer nachts unterwegs sein muss, darf seinen Wagen nie unbewacht lassen. Das Kennzeichen zieht in der Fremde die Kriminellen magisch an. Die russische Unberechenbarkeit verlangt ständig Vorsicht. Selten blicken die Verkehrsteilnehmer vor Spurwechseln in den Rückspiegel. Fast immer wird dabei das Blinken vergessen. Als dritte Regel darf beim Tanken nicht gespart werden. Der billigste Treibstoff ist stets der am meisten verdünnte. Weiterhin beginnt spätestens hinter Moskau eine eigene Welt. Nur Hauptstraßen sind ausgebaut. Benzin oder Diesel gibt es sporadisch. Viele Orte lassen sich nur im Sommer mit dem Auto erreichen. Fünftens kann es überall zu plötzlichen Ausgaben kommen. Besonders die Ordnungshüter vor der Einfahrt in Städte erpressen von Fahrern gern Bargeld. Dafür ist man nach Unfällen oft sich selbst überlassen. Zwar müssen die Beteiligten unbedingt die Straßenpolizei mit dem Kürzel GIBDD anfordern. Doch weil es auf freier Strecke keine Telefonzellen gibt, und Handys nicht überall funktionieren, bleibt man lang unter sich. Experten raten, einen sympathischen anderen Fahrer um einen Hinweis bei m nächsten GIBDD-Posten zu bitten. (vr/jpd)

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