Über einen Aufschub freut sich das russische Speditionsgewerbe. Nachdem sich Ende Januar Vertreter von Iru und IIP vor Ort davon überzeugt hatten, dass eine harte Anwendung der westlichen Carnet-Tir-Bestimmungen den internationalen Transportmarkt für Russland blockieren würde, gibt die Moskauer Asmap-Zentrale jetzt vorerst wieder grünes Licht. Der Gewerbeverband befreit seine 1107 Mitgliedsfirmen auch künftig von den im Ausland üblichen Bankengarantien für Transportmittel. Nur so können russische Speditionen, die zu 70 Prozent weniger als 10 Lkw und zu lediglich 1,8 Prozent mehr als 50 Fahrzeuge besitzen, im europäischen Wettbewerb überleben. Allerdings dürfte die Ausnahme höchstens mittelfristig gelten. Für westliche Firmen im Russlandverkehr bleiben die Carnet-Tir-Regeln bestehen. (vr/jpd)
Russland: Sonderstellung bei Carnet Tir
Russische Transporteure von Bankgarantien für Transportmittel befreit