Unter dem Titel "Straßen Russlands des 21. Jahrhunderts" plant die Regierung in Moskau bis 2010 ein ehrgeiziges Förderprogramm. Der Entwurf zielt vor allem auf ein Verkehrsnetz bis zum Ural, das dem westeuropäischen Standard entspricht. Neben Brücken im Wolgagebiet sowie zahlreichen Umgehungsstraßen von Städten sind eine ganze Reihe neuer Fernstraßen vorgesehen. So sollen moderne "Transportmarschrouten" unter anderem den Warenaustausch mit der Ukraine beleben. Bis weit in den Norden, nach Sibirien und zur Pazifikregion reichen die Pläne für eine bessere Infrastruktur. Nach Regierungsangaben verfügt Russland heute über insgesamt 906.399 Straßenkilometer, davon 83,1 Prozent mit wetterfester Fahrbahn. Noch unbekannt sind die Kosten der neuen Investitionen. Im Gegensatz zum letzten Fünf-Jahresprogramm dürfte dies kaum daran scheitern, dass erhebliche Fördersummen in die Moskauer Stadtkasse umgeleitet werden. Das Verhältnis zwischen Rathaus und Kreml ist mittlerweile sehr frostig geworden. (vr/jpd)
Russland plant neues Straßenbauprogramm
Verkehrsnetz bis zum Ural soll westeuropäischen Standards entsprechen