Moskau. Ab dem 1. Februar muss für LKW aus den EU-Staaten mit über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht in Russland eine Straßenbenutzungsgebühr bezahlt werden. Der Tarif beträgt pro Tag 385 Rubel (9 Euro), pro Woche 1154 Rubel (28 Euro), pro Monat 5000 Rubel (116 Euro) oder pro Jahr 60.000 Rubel (1400 Euro). Die Gebühr wurde nur für Fahrzeuge aus jenen Ländern eingeführt, in denen russische Spediteure ebenfalls mit Gebühren zum Straßenunterhalt beitragen müssen. Neben den EU-Staaten werden deshalb auch Transporteure aus der Schweiz und Turkmenistan zur Kasse gebeten. Das Verkehrsministerium bezeichnete die Maßnahme als Beitrag zur gerechten Gestaltung des Konkurrenzverhältnisses. Der Tatsache, dass beispielsweise auf deutschen Autobahnen alle LKW unabhängig ihrer nationalen Herkunft mit Maut belegt werden, schenkte die Behörde dabei keine besondere Aufmerksamkeit. (ld)
Russland führt LKW-Maut ein
Straßengebühr nur für Ausländer: LKW aus der EU-Staaten müssen zeitlich gestaffelte Maut zahlen