Rola Freiburg–Novara

19.06.2001 01:00 Uhr

Die Lkw-Verladung durch die Tunnel subventioniert die Schweiz derzeit mit 430 Franken.

Seit 4. Juni ist die Rollende Autobahn (Rola) von Freiburg im Breisgau nach Novara (Italien) durch den Lötschberg-Simplon-Korridor in Betrieb. Damit erfüllt die Schweiz eine politische Pflicht, die aus dem Transitvertrag entstanden ist, den sie 1992 mit der EU abgeschlossen hat. Im Jahr 2006 soll die Rola ihre maximale Kapazität von 350.000 Lastwagen bieten. In diesem Jahr beschränkt sich das Angebot noch auf 34.000 Lkw, für 2002 steigt es auf 105.000 Einheiten. Bei einer vorgesehenen Auslastung von 70 Prozent würden somit im kommenden Jahr knapp 80.000 Lastwagen von der Straße auf die Schiene verlagert, etwa 10 Prozent der Lkw im Transitverkehr. Wirtschaftlich resultiert aus der Rola ein massives Defizit, weil die Verladung subventioniert wird. Für jeden Laster, der zum Durchschnittstarif von 550 Franken von Freiburg nach Novara transportiert wird, bezahlt der Schweizer Bund zusätzlich eine Subvention von 430 Franken, nächstes Jahr noch 300 Franken. Die Schweiz hat bereits 158,5 Mio Franken in die Anpassung der Tunnelprofile auf eine Eckhöhe von vier Metern investiert. (vr/hrk)

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