Neu Wulmstorf. Dem Investor für einen umstrittenen Logistikpark an der A 1 im Landkreis Harburg fehlt nach wie vor das Geld zur Realisierung. Die Gemeinde Neu Wulmstorf hatte der Düsseldorfer Habacker Holding die Grundstücke für das Projekt auf 80 Hektar Fläche an der Abfahrt Rade-Mienenbüttel Ende 2008 mit 14 Millionen Euro vorfinanziert. Das Unternehmen habe nun wegen der Konjunkturlage eine Verlängerung der am 30. Juni auslaufenden Rückzahlungsfrist gebeten, sagte Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig (SPD) am Dienstag. Habacker wolle die Grundstücke nun häppchenweise bis 2012 erwerben und erschließen. Darüber müsse der Gemeinderat am 18. Juni entscheiden. Für die Kreditzinsen würde der Investor nach wie vor aufkommen, erklärte Rosenzweig. Die Bürgerinitiative Rade-Mienenbüttel (BI), die gegen die Habacker-Pläne kämpft, fordert indes eine Kündigung des Kreditvertrages, die Suche nach einem neuen Investor und einen neuen Bebauungsplan. "Die Glaubwürdigkeit bleibt langsam auf der Strecke", sagte ein BI-Sprecher. Nach Protesten war im Frühsommer 2008 zunächst der Abstand des sogenannten LogParks Hamburg zur Wohnbebauung auf 80 Meter vergrößert worden. Anwohner und BI fürchten trotzdem Emissionen und Lärm durch den zusätzlichen Verkehr und einen möglichen 24-Stunden-Betrieb. Sie fordern einen Mindestabstand von 300 Metern zu den nächsten Wohnhäusern. In den Logistikpark, der auch einen Autohof umfassen soll, will die Habacker Holding nach eigenen Angaben insgesamt 250 Millionen Euro investieren. (dpa)
Riesen-Logistikpark im Kreis Harburg in Geldnöten
Düsseldorfer Habacker Holding fehlt Geld zur Realisierung / Bitte um Verlängerung auslaufenden Rückzahlungsfrist an die Gemeinde