RFID: Kaufhof präsentiert erste Ergebnisse

01.04.2004 09:18 Uhr
Uwe Quiede, Projektmanager RFID bei der Kaufhof Warehaus AG Foto: Kranke

Gestern ging in Köln der 10. EHI-Logistik-Jahreskongress zu Ende. Höhepunkt der zweitägigen Veranstaltung war die Präsentation der ersten Ergebnisse des RFID-Pilotprojektes bei der Metro-Tochter Kaufhof.

Köln. Eine Reihe von interessanten Erfahrungsberichten präsentierten Logistikverantwortliche aus dem Handel den 160 Teilnehmern des 10. Logistik-Jahres-Kongresses des EuroHandelsinstituts (EHI) – das Forschungs- und Bildungsinstitut des deutschen Groß- und Einzelhandels. In Kooperation mit dem Markenverband und der Centrale für Coorganisation (CCG) gab es viel Neues zu Themen wie CPFR, RFID, EDI, optimale Bestandsführung und Palettenmanagement zu hören. Außerdem präsentierten zehn Anbieter – darunter Dachser, Intermec und Craemer – ihre Produkte und Dienstleistungen in der begleitenden Fachausstellung. Mit Spannung erwartet wurde der Vortrag von Uwe Quiede, Projektmanager RFID bei der Kaufhof Warehaus AG. Es präsentierte erstmals Ergebnisse des RFID-Feldversuchs mit dem Bekleidungshersteller Gerry Weber. Die beiden Unternehmen haben in den vergangenen Monaten einzelne Textilien für zwei Kaufhof-Filialen mit RFID-Etiketten versehen und den Einsatz der Radio Frequency Identification (RFID) im Praxiseinsatz getestet. Dabei zeigte sich, dass das Lesen der eingesetzten 13,56 Megaherz-Transponder bei liegender Ware kein Problem war. Hier wurden die mit bis zu sechs Kleidungsstücken bepackten Kartons problemlos vom RFID-Leser im Gerry-Weber-Warenausgang erfasst. Probleme bei der Erfassung gab es eher bei der hängenden Ware. Hier führten ungünstige Lesewinkel und der geringe Abstand der Etiketten zueinander zu Fehlern. Laut Uwe Quiede betrug hier die Lesegenauigkeit nur 80 bis 90 Prozent. Insgesamt sei Kaufhof mit den Ergebnissen aber zufrieden und der Einsatz der neuen Technologie werde weitergeführt, so der RFID-Projektmanager. Für Mitte Mai hat die Metro-Gruppe, zu der auch Kaufhof gehört, einhundert Lieferanten zum Treffen geladen, um diesen mitzuteilen, wie sich Metro den künftigen Einsatz von RFID vorstellt. Deutschlands größtes Handelshaus hatte vor kurzem angekündigt, dass ab 1. November 2004 jede Sendung der einhundert wichtigsten Lieferanten mit einem Transponder versehen sein wird.

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