Berlin. Die Bundesregierung hat 2009 so viele Exporte der Wirtschaft mit staatlichen Garantien abgesichert wie noch nie. Insgesamt wurden Export-Bürgschaften für 22,4 Milliarden Euro gegeben, rund 8,2 Prozent mehr als 2008. Das sei in der 60-jährigen Geschichte der Exportkreditgarantien ein Rekord, teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag in Berlin mit. Die Garantien, mit denen sich Unternehmen bei Projekten im Ausland gegen Zahlungsausfälle absichern können, sind für den Staat ein gutes Geschäft. Die Firmen müssen für die Garantien Prämien zahlen. 2009 gab es einen Überschuss von 454 Millionen Euro. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) erklärte, gerade in Krisenzeiten müsse der Staat die Exportwirtschaft unterstützen. Die meisten Garantien entfielen 2009 auf Südkorea (2,09 Milliarden Euro), USA (2,07 Milliarden Euro), Russland (1,99 Milliarden Euro), Türkei (1,36 Milliarden Euro) und China (1,35 Milliarden Euro). Für Geschäfte der deutschen Wirtschaft im Iran wurden nur 68 Millionen Euro Garantien vergeben. Die Regierung untermauert damit ihren harten Kurs gegenüber Teheran. 2007 waren es noch 503 Millionen Euro, 2004 sogar 2,3 Milliarden Euro. (dpa)
Rekord bei Exportgarantien
Bundesregierung hat im vergangenen Jahr knapp acht Prozent mehr Export-Bürgschaften gegeben als 2008