Nürnberg. Waren jeglicher Art sollen künftig ihren Weg durch die Güterströme der Welt alleine finden. Daran tüfteln Forscher des Fraunhofer-Instituts im „Zentrum für Intelligente Objekte“ (ZIO), das am Dienstag in Nürnberg eingeweiht worden ist. „Wir wollen eines Tages unsere Autos ohne Fahrer zum Parken schicken“, erläuterte Heinz Gerhäuser vom Institut für Integrierte Schaltungen (IIS). Möglich werden soll dies mit Hilfe „intelligenter“ Objekte. Unter diese Technologie fallen Identifikations-, Kommunikations- und Ortungssysteme, mit denen etwa Wege vorgegeben und Wartezeiten sowie Engpässe vermieden werden sollen. Dazu bekommen die Güter mikroelektronische Etiketten in Größe einer Streichholzschachtel, die mit Radio-Frequency-Identification-Technologie (RFID) ausgestattet sind. Damit können sich Container und Paletten unter anderem selbstständig in Computersysteme einloggen und anzeigen, wo sie gerade sind. Die 40 Mitarbeiter des ZIO forschen in erster Linie an der technologischen Entwicklung und Anwendung dieser RFID-Systeme, drahtlosen Sensornetzwerken und Lokalisierungstechniken. „Was wir schaffen wollen ist, Anwendungen von RFID-Systemen in die Prozesse und IT-Systeme der Praxis zu integrieren“, erläuterte ZIO-Leiter Alexander Pflaum. Das Land Bayern fördert das Zentrum, in dem Experten der Fraunhofer-Institute IML und IIS sowie aus Wirtschaft und Logistik kooperieren, für fünf Jahre mit insgesamt neun Millionen Euro. (dpa)
„Redende Güter“
Forscher des Fraunhofer Instituts weihen Zentrum für Intelligente Objekte ein