Ramsauer: Vorkehrungen gegen Vulkanasche

21.04.2010 17:26 Uhr
Peter Ramsauer
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer nimmt die deutschen Airlines in die Pflicht und fordert Verbesserungen der Sicherheitsanstrengungen
©Foto: ddp/Philip Guelland

Bundesverkehrsminister fordert weiteren Ausbau der Sicherheitsanstrengungen von deutschen Airlines / Verbesserungen zur Logistik im Notfall geplant / Grüne loben Ramsauer

Berlin. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat die Einschränkungen des Flugverkehrs wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans "absolut richtig und alternativlos" genannt. In einer Regierungserklärung im Bundestag zu der Kontroverse um die Luftraumsperrungen verteidigte sich der CSU-Politiker und stellte erste Maßnahmen zur künftig besseren Bewältigung solcher Probleme vor. So sollen unter anderem die Inspektions- und Wartungsintervalle bei allen Flugzeugen verkürzt und eine Meldepflicht für alle Vorkommnisse eingeführt werden, die mit Asche in Verbindung gebracht werden könnten. Dies habe er bereits angeordnet. Der SPD-Verkehrsexperte Uwe Beckmeyer warf Ramsauer mangelnde Professionalität vor. Es bleibe offen, warum eine Ausnahmegenehmigung für Sichtflüge erteilt werde, noch bevor das Messflugzeug am Montagabend gestartet sei. Ebenso sei nicht geklärt, wieso Sichtflug erlaubt, Instrumentenflug aber nicht gestattet worden sei, wo doch die Gefährdungslage in beiden Fällen gleich gewesen sei. Auch der Verkehrsexperte der Linken, Herbert Behrens, monierte, die Teilaufhebung der Luftraumsperrung sei voller Widersprüche gewesen. Ramsauer entgegnete, die Sicherheit habe immer an erster Stelle gestanden. Die Position des Ministers wurde gestützt durch den FDP-Abgeordneten Torsten Staffeldt, der selbst Pilot ist. "Die Entscheidung des Ministers und der Behörden, kontrollierte Flüge unter Sichtbedingungen zuzulassen, war die einzig mögliche vernünftige Entscheidung", betonte er in seiner ersten Bundestagsrede. Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Winfried Hermann, lobte als einziger Redner der Opposition ausdrücklich den Verkehrsminister, "weil er Ausschuss und Parlament sehr schnell unterrichtet habe". Für die Aussage, Sicherheit habe oberste Priorität, verdiene Ramsauer Respekt, sagte der Grünen-Politiker. (jök)

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