Brenner. Railion, das Schienengütertransportunternehmen der Stinnes AG, will vor allem dem Straßengüterverkehr Konkurrenz machen. „Die Strategie von Railion AG zieht auf die Verdrängung des LKW im Fernbereich ab“, sagte Klaus Kremper, Vorstandschef der Railion AG. Von großer Bedeutung sind für das Unternehmen die grenzüberschreitenden Verkehre und der Alpentransit. So ist zwischen 1993 und 2002 der Anteil internationaler Transporte von 26 Milliarden Tonnenkilometer auf 38,4 Milliarden Tonnenkilometer gewachsen, während der nationale Verkehr um 3,8 Milliarden Tonnenkilometer auf 34 Milliarden Tonnenkilometer geschrumpft ist. Zudem sind Italien und Österreich 2002 mit 13,4 Millionen Tonnen beziehungsweise 12,6 Millionen Tonnen die wichtigsten Partner von Railion im Wechselverkehr gewesen. Um sich im Alpentransit noch besser zu positionieren, hat sich Railion jetzt an dem privaten italienischen Eisenbahnverkehrsunternehmen Rail Traction Company (RTC) beteiligt. Es ist nach Lokomotion die zweite Beteiligung an einem privaten Anbieter auf der Brennerroute. Ziel dieses Engagements ist die Kontrolle einer durchgehend alternativen Transportkette Deutschland – Nord-Ost-Italien. Bislang ist Railion auf dieser Route in starkem Maße auf der Güterabteilung der italienischen Staatsbahn angewiesen. Zudem sollen in Kooperation mit der BLS Cargo ab 15. Dezember 2003 etwa 80 Züge über den Gotthard und Chiasso nach Italien fahren. Damit intensiviert Railion die Zusammenarbeit mit dem privaten Bahnunternehmen, an dem die Stinnes-Tochter bereits beteiligt ist. (vr/cd)
Railion will LKW verdrängen
Neue Zusammenarbeit mit Privatbahnen im Alpentransit