Berlin. Mit lauten Trommeln und dem Sprechchor „Hände weg von Hapag-Lloyd“ haben mehr als 300 Beschäftigte der Hamburger Reederei am Dienstag in Berlin gegen die Übernahme des Unternehmens durch die singapurische Staatsholding Temasek protestiert. Vor der Botschaft Singapurs forderten die Hapag-Lloyd-Mitarbeiter aus Hamburg und Düsseldorf in einer Kundgebung, dass die „deutsche Traditionsreederei“ nicht in ausländische Hände kommen dürfe. Die Belegschaft habe bei einem Verkauf ins Ausland Angst um ihre Existenz, erklärte Erhard Ott aus dem Bundesvorstand der Gewerkschaft Ver.di. Der Tourismuskonzern TUI will sich von seiner Schifffahrtssparte trennen. Im Rennen um Hapag-Lloyd sind ein Hamburger Konsortium sowie die Reederei NOL, hinter der die singapurische Staatsholding Temasek steht. „Hapag-Lloyd gehört zu Hamburg“, skandierten die Reederei- Mitarbeiter. Wenn schon verkauft werden müsse, sollte ein Hamburger Unternehmen den Zuschlag bekommen. (dpa/pi)
Protest gegen Übernahme: „Hapag-Lloyd gehört zu Hamburg“
Mehr als 300 Beschäftigte von Hapag-Lloyd haben am Dienstag in Berlin gegen die mögliche Übernahme des Unternehmens durch die singapurische Staatsholding Temasek protestiert