Projekt „Compass“: China startet Satelliten für Navigationssystem

15.04.2009 11:31 Uhr

China schießt Satellit für Navigationsprojekt "Compass" ins All - Konkurrenz für europäisches Galileo-System

Peking. China hat am Mittwoch erfolgreich einen Satelliten für den Aufbau eines eigenen globalen Navigationssystems ins All gebracht. Eine Rakete vom Typ „Langer Marsch 3C“ startete vom Raumfahrtzentrum Xichang in der Südwestprovinz Sichuan, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. An Bord war der zweite Satellit für das chinesische Navigationsprojekt „Compass“, das auf Chinesisch nach dem Sternbild des Großen Wagens „Beidou“ genannt wird. Allein 2009 und 2010 sollen insgesamt zehn solcher Satelliten ins All gebracht werden. Das aus insgesamt 30 Orbitern bestehende System soll bis 2015 fertiggestellt werden. Chinas System konkurriert mit den Plänen für das immer wieder verzögerte europäische Navigationsvorhaben „Galileo“, da die Chinesen dafür die gleiche Radiofrequenz reserviert haben wie die Europäer. Dadurch könnte der sicherheitsrelevante Teil von „Galileo“ nach Expertenangaben praktisch unbrauchbar werden. Die Verhandlungen der Europäischen Union mit China über das Problem sind bisher erfolglos geblieben. Wer die Frequenz zuerst nutzt, gelangt in ihren Besitz. Ursprünglich sollte auch China an „Galileo“ beteiligt werden, wurde dann aber von wichtigen Entscheidungsgremien ausgeschlossen und verfolgt seit 2007 die Entwicklung eines eigenen Navigationssystems. (dpa/pi)

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