Washington. Die US-Justizbehörde Department of Justice (DOJ) hat dem früheren Europachef von Martinair Cargo, Franciscus Johannes de Jong, eine Haftstrafe von acht Monaten und die Zahlung von 20.000 US-Dollar (15.000 Euro) auferlegt. Grund sind illegale Preisabsprachen bei Kerosinzuschlägen in der Zeit zwischen April 2002 und Februar 2006, die die Washingtoner Behörde dem Manager nachweisen konnte. De Jong hat inzwischen ein Schuldbekenntnis abgelegt und das von der US-Justiz verfügte Strafmaß in vollem Umfang akzeptiert. Er ist bislang der vierte hochrangige Cargomanager, der in den USA wegen fortgesetzten Verstoßes gegen die Kartellgesetze ins Gefängnis muss. Wegen des gleichen Delikts wurden fünfzehn Fluggesellschaften zu teilweise hohen Strafzahlungen verurteilt, vor kurzem erst die luxemburgische Linie Cargolux und die koreanische Asiana. Insgesamt übersteigt das Strafmaß mittlerweile die Summe von 1,6 Milliarden US-Dollar (1,2 Milliarden Euro). Gegen weitere Gesellschaften und deren Manager ermittelt die US-Justiz noch. Auch sind Verfahren in der EU, Australien, Japan, Kanada und einigen anderen Staaten anhängig. (hs)
Preisabsprachen: Luftfracht-Manager muss ins Gefängnis
US-Behörden greifen bei illegalen Preisabsprachen durch: Acht Monate Haft für den früheren Europachef von Martinair Cargo Franciscus Johannes de Jong