Das Briefporto der Deutschen Post wird in diesem Jahr voraussichtlich um einen Cent billiger. Das habe das Bundesfinanzministerium der Regulierungbehörde in einem Brief mitgeteilt, berichtete der "Spiegel" in seiner Ausgabe. Die Regulierungsbehörde hatte wegen der zu zunehmenden Rationalisierungserfolge für eine Senkung um mindestens sechs Cent plädiert. Wegen ihres Monopols muss die Deutsche Post niedrigere Kosten an den Verbraucher weitergeben. Schon vor zwei Jahren hatten die Bonner die Preise senken wollen. Dies hatte jedoch Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) mit Blick auf den Börsengang verhindert. Dieses Mal spiele, so der Spiegel, die angespannte Haushaltslage eine Rolle. Eine massive Portosenkung dürfte nämlich den ohnehin schwachen Börsenkurs der Post weiter belasten. Dadurch würde der Bund mit dem geplanten Verkauf einer zweiten Tranche deutlich weniger einnehmen als erwartet. Der Regulierungsbehörde lägen zu einer möglichen Portosenkung noch keine Zahlen vor, sagte ein Sprecher in Bonn. (vr/dpa)
Post muss Porto um 1 Cent senken
Aufgrund des Monopols muss der Konzern niedrigere Kosten an Verbraucher weitergeben