Der Manager hatte für seinen auf den Vertrieb reduzierter Designer-Mode spezialisierten Webshop einen Fulfilmentdienstleister gesucht. In der engeren Wahl standen neben der Post-Tochter noch UPS, Hermes, German Parcel und der Deutsche Paket Dienst DPD. Dessen Vertreter habe aber abgewunken, als er hörte, dass die große Mehrheit der Päckchen an Privatkunden geht. Und das trotz eines Verteilzentrums in unmittelbarer Nähe des Firmensitzes von dress-for-less. Zur Auswahl wurden die Unternehmen in fünf unterschiedlich gewichteten Kategorien bewertet: Kosten, Kundenservice, zeitliche Aspekte, strategischen Themen und Flexibilität. Wobei der Kosten-Aspekt mit 40 Prozent in die Urteilsfindung einging. "Unter Berücksichtigung der Kosten war die Post in unserem Fall unschlagbar, ohne diesen Aspekt sah das aber anders aus", erklärt Hengstler. Im reinen Leistungsvergleiche waren die vier Konkurrenten quasi gleich auf.
Post ist der billigste E-Commerce-Dienstleister
Der Deutsche Paket Dienst wollte nicht und die anderen kontaktierten Kurier, Express, Post- und Paketdienste (Kep) scheiterten vor allem an den höheren Kosten – daher bekam die Deutsche Post Euro Express den Zuschlag, so das Fazit von dress-for-less Geschäftsführer Holger Hengstler.