Ob Arbeitsplatzabbau, Schließung von Filialen oder Gebühren für Nachsendungen – die Deutsche Post wird voraussichtlich erst im September entscheiden, mit welchen Maßnahmen sie erwartete Einnahmeausfälle durch die von der Regulierungsbehörde verfügte Portosenkung und die Rückzahlungsverpflichtung durch die EU-Kommission auffangen will. Zunächst müsse die endgültige Entscheidung der Regulierungsbehörde über die Höhe des Briefportos abgewartet werden, die diesen Freitag bekannt gegeben werden soll, sagte Postsprecherin Monika Siebert gegenüber der Verkehrs-Rundschau. Dazu habe sich die Behörde verpflichtet, als sie am 10. Juli die "beabsichtigte Niveausenkung" bekannt gegeben habe. "Wir nehmen nicht an, dass sich da großartig was ändern wird." Danach werde die Post bis Mitte oder Ende August einen Preisantrag vorlegen, den die Regulierungsbehörde innerhalb von zwei Wochen genehmigen müsse. Siebert: "Bis dahin wird bei uns heftig gerechnet, wir haben schon begonnen, die ganzen Rahmendaten durchzurechnen." Erst wenn die Regulierungsbehörde den Preisantrag genehmigt habe, könne die Post die anderen Rahmendaten "fix machen". "Aber noch steht keine Maßnahme hundertprozentig fest", sagte die Postsprecherin. (vr/jk)
Portosenkung: Deutsche Post prüft und rechnet
Endgültige Maßnahmen zur Kostensenkung frühestens im September