Planen kann nur, wer einen Plan hat
Erinnern Sie sich noch, als vor nicht allzu langer Zeit viele Nutzer von Gas-Lkw kurz vor der Pleite standen, weil der Preis für ihren Treibstoff ins Unermessliche stieg? Aktuell geht es den Nutzern von Diesel-Lkw so - und wer beim Thema Gas langen Atem bewies, kann jetzt jubeln. Im Vergleich lässt sich ein LNG- oder CNG-Truck fast schon zum Schnäppchenpreis bewegen.
Dieses Auf und Ab, früher beim Biodiesel, dann beim Gas, jetzt beim Diesel, ist nichts anderes als das Zeichen einer verfehlten, planlosen und auch handlungsunfähigen Politik. Wenn ich dieses Editorial schreibe, sind es noch vier Tage bis zum 1. Mai. Da soll nach Plänen der Bundesregierung der Dieselpreis um 17 Cent fallen. Dumm nur, dass die Mineralölkonzerne bis zum 1. Mai den Spritpreis um ein Vielfaches der 17 Cent nach oben getrieben haben. Merz, Reiche und Co. schauen hilflos zu, das deutsche Logistikgewerbe leidet. Zahlreiche Experten haben von Anfang an gesagt, dass die Maßnahme nicht passt. Es gab bessere Vorschläge, wie etwa einen Gewerbediesel.
Aber nein, in Berlin hört keiner auf die Experten. Man weiß es besser. Warum nur fällt mir gerade der Buchtitel "Nieten in Nadelstreifen" ein? Unser Land braucht einen Plan, wie es aus den diversen Krisen wieder herauskommt. Ich…