Papierkonzern SCA setzt im Lager auf SAP LES

07.08.2008 16:45 Uhr
Zewa290
Ob Katzen Zewa wirklich mögen ist unbekannt. Bekannt ist, dass Salt dem Zewa-Hersteller mit der Lagerverwaltungssoftware hilft
© Foto: SCA

Salt hilft Zewa-Hersteller beim internationalen SAP-LES-Rollout mit einem speziellen Template

Würzburg. Salt Solutions aus Würzburg hat für den Papierhersteller SCA Hygiene Products ein Template auf Basis von „SAP Logistics Execution System (LES)“ entwickelt, welches zur konzernweiten Modernisierung der Intralogistik von SCA eingesetzt wird. Zu den Marken von SCA gehören „Zewa“, „Tempo“, „Charmin“ und „Bounty“. Salt hat dazu unter dem Projekttitel „Scales“ eine Musterinstallation entwickelt, die es erlaubt, Produktionswerke weltweit an einen zentralen SAP-Server anzuschließen. Scales ist auf dem Zentralrechner in Stockholm (Schweden) installiert und wird nur mit den jeweiligen Standorten über Virtual Private Network (VPN) verbunden. Die Mitarbeiter vor Ort arbeiten in eigens entwickelten Web-Dialogen. Die erste Einführung fand am Standort Lucca (Italien) statt. Dort steuert LES die Lagerverwaltung für 15.000 Palettenstellplätze und die Staplerflotte. In Lucca werden Servietten und Toilettenpapier hergestellt. Am deutschen Standort Neuss wurden innerhalb von drei Monaten alle Schritte vom Konzept, über die Entwicklung und Tests, bis hin zur Inbetriebnahme gegangen. „Mit Scales haben wir eine Lagerlösung, die wir extrem schnell einführen und auf den Standort anpassen können und welche gleichzeitig sofort in unser weltweites Intralogistiknetz integriert ist“, sagt Ingo Wolf, Projektleiter bei SCA. In Neuss, dem größten Produktionsstandort für Tempo-Taschentücher werden zwei Lagerhallen mit 20.000 Palettenplätzen verwaltet. Dazu wurde die Lösung in den Bereichen Kommissionierung, Lageroptimierung und Torverwaltung angepasst. Im französischen Linselles, wo Windeln und Damenhygieneartikel hergestellt werden, wird ein Warenumschlag von 288.000 Paletten pro Jahr (entspricht einer Milliarde Verbraucherpacks) von LES/TRM gemanagt. „Fachliches Highlight ist die Anbindung der gesamten Fördertechnik an Scakes über das Salt-Modul S-connect“ erklärt Johannes Theisen, Projektleiter bei dem Intralogistikanbieter Salt. S-connect gewährleiste Antwortzeiten von 0,5 Sekunden für die lokalen Fördersysteme. Gleichzeitig wurde auch das SCA-Lager im spanischen Valls in Betrieb genommen. Das Verteilzentrum nahe Barcelona versorgt Spanien, Portugal und Südfrankreich mit Küchenpapier, Servietten, Toilettenpapier, Tischdecken und Taschentüchern. Wie alle anderen Standorte kommuniziert Spanien mit dem am Konzernsitz in Schweden gehosteten NetWeaver-Server. Die Installation soll die Basis für weitere Rollouts sein: Aktuell läuft die Scales-Einführung in Polen, gefolgt von Schweden als nächstem Projekt. (sv)

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