Der Umsatz betrug mit zwei Milliarden US-Dollar zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Der Jahresüberschuss sank von 511 Millionen US-Dollar in 2001 auf 386 Millionen US-Dollar. Auch der operative Gewinn gab nach. Er lag im ersten Quartal mit 522 Millionen Euro ein Drittel Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum. Trotz des schlechten Ergebnisses zeigt sich Larry Ellison, Vorstandsvorsitzender von Oracle, zufrieden: "Wir freuen uns über die zunehmende Annahme unserer Datenbanklösung und den dadurch schnell wachsenden Marktanteil." Er bezieht sich dabei auf eine Studie von AMR, die besagt, dass Oracles Marktanteil bei installierten Anwendungen um zwölf Prozent zugenommen hat, während der Marktanteil des Wettbewerbers Microsoft nur um vier Prozent stieg und der von IBM sogar um 27 Prozent sank. Für das zweite Quartal 2002, das im November endet, erwartet Jeff Henley, Chief Financial Officer bei Oracle, eine Verminderung des Umsatzes von vier bis sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insbesondere im Softwarelizenzgeschäft rechne der Finanzchef mit weiteren Umsatzrückgängen. Anlass zu dieser Annahme lieferten die Lizenzverkäufe im ersten Quartal: In Asien mit minus 44 Prozent, aber auch in Europa und Amerika mit jeweils minus 14 Prozent entsprach der Lizenzverkauf nicht den Vorstellungen des Anbieters. Im Gesamtjahr 2002 soll der Gewinn des Softwareriesen dennoch den des Vorjahres übertreffen, sagte Vorstandsvorsitzender Ellison. Helfen soll dabei eine strikte Kostenkontrolle.
Oracle befürchtet weitere Umsatzrückgänge
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2002 musste Oracle, der weltweit zweitgrößte Softwareanbieter, zum sechsten Mal in Folge fallende Umsätze hinnehmen.