Wien. Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) rechnet 2015 mit der schwächsten Nachfrage nach Opec-Öl seit zwölf Jahren. Sie senkte ihre Bedarfsprognose. Als Grund genannt wurde die umstrittene Fracking-Fördermethode in den USA und der weltweit sinkende Ölverbrauch. Im Durchschnitt dürften nur noch 28,92 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag nachgefragt werden, hieß es im am Mittwoch in Wien veröffentlichten Opec-Monatsbericht.
Bei der vergangenen Opec-Konferenz Ende November hatten die zwölf Mitgliedstaaten der Organisation ihr Förderziel unverändert bei 30 Millionen Barrel pro Tag belassen. Die tatsächliche Fördermenge liegt jedoch seit Monaten darüber. Experten gehen davon aus, dass im November 30,05 Millionen Barrel pro Tag durch die Opec-Staaten gefördert wurden.
Für das kommende Jahr rechnet das Kartell insgesamt mit einer Rohöl-Nachfrage von 92,2 Millionen Barrel täglich – 100.000 weniger als in vorangegangenen Schätzungen. Die Ölpreise gaben unterdessen weiter nach. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Mittwoch 66,27 US-Dollar und damit 53 Cent weniger als am Vortag. (dpa)