Die Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) geht davon aus, dass der geplante neue Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven gebaut wird. Dafür sprächen nicht nur die 24 Liegeplätze für große Containerschiffe, sondern auch arbeitsmarktpolitische Gründe, sagte Rainer Müller vom ÖTV-Bezirk Weser-Ems am Donnerstag bei einer maritimen Konferenz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Bremen. Die Arbeitslosenquote in Wilhelmshaven beträgt nach seinen Worten 14 Prozent. Cuxhaven als direkter Konkurrent habe eine Quote von etwas über neun Prozent und außerdem nur zehn Liegeplätze aufzuweisen, begründete Müller seiner Haltung. Die Standortfrage dürfte nach seiner Auffassung inzwischen auch entschieden sein. Aus politischer Rücksichtnahme werde sie allerdings erst Ende März bekannt gegeben. Klar sei, dass der neue Tiefwasserhafen neue Arbeitsplätze schaffen werde. "Wir schätzen den Bedarf an Hafenarbeitsplätzen in der Endphase auf etwa 900 bis 1100." (vr/dpa)
ÖTV geht von Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven aus
Gewerkschaft macht hohe Zahl von Liegeplätzen und arbeitsmarktpolitische Gründe geltend