Am 28. Mai endet die Suche nach Betreibern eines österreichischen Mautsystems für Lkw. Im Frühling 2002 soll der Auftrag vergeben werden, und 2004 dürfte das Road-Pricing dann in Betrieb gehen. Durch eine enorme Verspätung gegenüber den ursprünglichen Plänen sind die Finanzen für Straßenbau und -erhaltung gehörig durcheinander gekommen. Die österreichische Industriellenvereinigung glaubt deshalb, dass die Maut für Lkw nicht ausreichen werde, um das angeschlagenen Infrastrukturbudget wieder ins Lot zu bringen, und fordert deshalb die Einführung einer fahrleistungsabhängigen Maut auch für Pkw. Mit rund sieben Pfennig pro Kilometer würden die Infrastruktur-Kosten abgedeckt, meinen Experten. Durch eine differenzierte Bemautung für alle Fahrzeuge sei laut Industriellenvereinigung auch ein Abbau der Verkehrsspitzen möglich. Inzwischen werden elektronische Mautsysteme intensiv auf ihre Praxistauglichkeit getestet. Ericsson und der Mobilfunkbetreiber One stellten jetzt gemeinsam ein Gerät auf Basis von Satellitennavigation und Mobiltelefon vor, das auch in Deutschland ins Rennen geschickt werden soll. (vr/rv)
Österreichs Industrie fordert Kilometermaut für Pkw
Auch in der Alpenrepublik stößt die Straßenbaufinanzierung an ihre Grenzen