Wien. Die österreichische Transportwirtschaft verzeichnet einen massiven Auftragsrückgang. Österreichweit stehen laut Wolfgang Herzer, Obmann der Güterbeförderer, mehr als 3000 LKW in den Garagen. Die Zahl der Insolvenzen ist zwischen 2007 und 2008 um zwanzig Prozent gestiegen. „Im Fernverkehr verbuchen wir teilweise Rückgänge um 50 Prozent“, so Herzer. Überdurchschnittlich betroffen seien die Transportunternehmen in der Steiermark. In diesem Bundesland ist die Auto-Zulieferindustrie konzentriert. Kapazitätskürzungen bei Voest-Alpine tragen außerdem zum geringeren Transportaufkommen bei. Insgesamt beziffern die Transportunternehmer den aktuellen Aufkommens-Rückgang mit durchschnittlich zehn bis zwölf Prozent im Vorjahresvergleich. Diesen Einbruch bestätigen selbst Unternehmen, die nicht im Umfeld der Autoindustrie tätig sind. Wolfgang Herzer rechnet daher mit einem ruinösen Wettbewerb und einer weiteren Steigerung der Insolvenzen. Wolfgang Niessner, Vorstandsdirektor der Spedition Gebrüder Weiss, erwartet eine Konjunktur-Belebung frühestens Mitte diese Jahres. (rv)
Österreichs Frächter legen mehr als 3000 LKW still
Die österreichische Transportwirtschaft verzeichnet einen massiven Auftragsrückgang