Wien. Der österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser strebt einen Börsegang der österreichischen Post AG bereits für das Frühjahr 2006 an. Davor stehen allerdings noch einige Gesetzesänderungen an. Laut Peter Michaelis, Vorstandsvorsitzender der Verstaatlichten-Holding ÖIAG, müsse sein Unternehmen zunächst einen entsprechenden Auftrag erhalten, denn bisher war die Holding auf der Suche nach einem strategischen Post-Partner. Außerdem sei das Verhältnis zwischen Post und Konkurrenzunternehmen zu klären. Die derzeit laufende Schließung von 350 österreichischen Postämtern macht sich GLS, eine Tochtergesellschaft der Britischen Post, zu Nutze. Bis Ende nächsten Jahres will das Unternehmen 500 Paket-Shops in Österreich eröffnen. Die ersten 30 davon sollen schon in den nächsten Wochen aufsperren. Angenommen werden Pakete für alle EU-Staaten. Lokale Partner von GLS sind Banken und Einzelhandelsgeschäfte. (rv)
Österreichische Post im Umbruch
Börsengang bereits für Frühjahr 2006 geplant, Konkurrent GLS will sich mit Erföffnung von eigenen Paketshops die Schließung von Postfilialen zu Nutze machen