-- Anzeige --

Österreich: Wirtschaftskammer gegen flächendeckende Lkw-Maut

Durch eine flächendeckende Lkw-Maut könnten sich laut Klacska auch öffentliche Verkehrsmittel verteuern
© Foto: Jens Büttner/dpa/picture-alliance

Der Bundesobmann der Sparte Transport und Verkehr befürchtet einen Schaden für die heimische Wirtschaft und zeigt sich auch skeptisch gegenüber möglicher CO2-Einsparungen.


Datum:
17.09.2019
Autor:
Stephanie Noll
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Wien. Alexander Klacska, Bundesobmann der Sparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) spricht sich gegen eine flächendeckende Lkw-Maut in Österreich aus. Den Vorschlag hat die SPÖ im derzeitigen Wahlkampf vorgebracht. Eine Einführung würde laut Klacska der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft massiv schaden und käme einem hausgemachten Standortnachteil gleich.

„Den internationalen Transitverkehr wird eine solche Ausweitung der Maut nicht abschrecken. Denn dieser Güterverkehr, der Österreich nur quert, ist ja nahezu ausschließlich auf Autobahnen und Schnellstraßen unterwegs, wo er jetzt schon Lkw-Maut zahlt. Eine flächendeckende Lkw-Maut trifft somit den Falschen“, sagte er. Besonders stark betroffen wären seiner Ansicht nach regionale Wertschöpfungsketten, da der regionale Zulieferverkehr bisher größtenteils über Straßen ohne Maut abgewickelt wird.

Mehr Kleintransporter statt mehr auf die Schiene

Auch andere Ziele, wie die Verlagerung auf die Schiene, würden laut Klacska nicht erreicht. Er vermutet, dass stattdessen mehr kleine Lkw unter 3,5 Tonnen auf den Straßen unterwegs sein werden. So habe es das Beispiel Schweiz bereits gezeigt. „Wir stehen grundsätzlich für eine Förderung der Schiene, wo immer es sinnvoll und wirtschaftlich ist. Aber mithilfe einer Lkw-Maut gelingt die Förderung der Schiene sicher nicht“, sagte er.

Klacska befürchtet außerdem, dass öffentliche Verkehrsmittel sich ebenfalls verteuern könnten. Denn nicht nur der Güterverkehr findet dann auf mautpflichtigen Straßen statt, sondern auch Linien- und Schulbusse müssten zahlen. Er warnt: „Die Mehrkosten müssten die Betriebe, die jetzt schon sehr knapp kalkulieren, großteils an den Konsumenten weitergeben.“ (sn)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


ANMELDUNG ZUM SMS-NEWSLETTER

Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.