Wien. Österreichs Transportwirtschaft pendelt aktuell „um die Null-Linie". So fasst Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Verkehr und Transport in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die aktuelle Konjunkturumfrage der Branche zusammen. Die Geschäftslage bei den Verkehrsträgern Schiene, LKW, Schiff und Flugzeug hat sich im vierten Quartal im Vergleich zum dritten Quartal geringfügig verschlechtert. Die Erwartungen für die kommenden Monate sind jedoch durchwegs positiv. Klacska: „Die Branche ist verhalten optimistisch. Aussichten und Auftragsbestand für die nächsten drei bis sechs Monate werden noch positiv bewertet.“ Das zeige, dass die Industrieproduktion in Österreich nach wie vor gut laufe.
Für 2013 seien die Unternehmen eher zurückhaltend bei Investitionen, „die Branche hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt“, glaubt Klacska. Soll heißen: 2008 haben Frächter zu viel Kapazitäten aufgebaut, für die die Auslastung fehlte. Der Kammerfunktionär forderte mehr Investitionen in die Infrastruktur und stellte dafür ein Finanzierungsmodell vor: Nachdem die Österreicher Sparweltmeister sind und das klassische Sparbuch de facto keine Zinsen mehr bringe, könnten Sparer in Staatsanleihen investieren und dieses Geld für den Straßen-, Schienen- und Donauausbau verwendet werden, so Klacska. (mf)