Wien. Die Ausbildung in den Lehrberufen Speditionskaufmann und Speditionslogistiker an den drei österreichischen Berufsschulen wird nach 20 Jahren reformiert. Ab dem Schuljahr 2014 gelten neue Lehrpläne mit neuen, modifizierten Lerninhalten, wobei der Schwerpunkt auf „kompetenzorientierte Lerninhalte“ gerichtet ist, wie Walter Mönichweger, Obmann des Fachverbandes Spedition & Logistik in der Wirtschaftskammer Österreich betonte.
Neben politischer Bildung soll der Nachwuchs künftig noch stärker in den Sprachen Deutsch und Englisch und in den für den Speditionsberuf relevanten Lehrfächern Betriebswirtschaftslehre, Zoll- und Außenhandel, Informatik, Marketing, Verkehrsgeographie und Speditionskunde unterrichtet werden. Parallel dazu werden bis zum Jahr 2014 die Prüfer, die am Ende der Lehrzeit die Lehrabschlussprüfungen durchführen, zertifiziert, um einheitliche Prüfungsstandards in ganz Österreich zu schaffen, ergänzt Mönichweger.
Österreichs Speditionsbranche startet eine Kampagne, um mehr junge Menschen für diese Berufe zu begeistern. Es wird für die Speditionsunternehmen immer schwieriger, Speditionslehrlinge zu finden. An die 600 österreichische Speditionsfirmen bilden in ihren Betrieben Lehrlinge aus. Neben der in Regel drei Jahre dauernden praktischen Ausbildung müssen sich die Lehrlinge pro Jahr in 1250 Stunden in einer der drei Berufsschulen in Braunau, Wien oder Mitterdorf in Mürztal theoretisches Fachwissen aneignen. (mf)