Wiener Neustadt. Der Zusammenstoß zwischen der RoLa Wels–Sopron und einem konventionellen Güterzug südlich von Wien, bei dem am 26. Februar sechs Lkw-Lenker getötet und weitere 16 schwer verletzt wurden (die Verkehrs-Rundschau berichtete), findet nun ein gerichtliches Nachspiel. Der vom Dienst suspendierte Verschubmeister des Bahnhofs Ebenfurth ist wegen "fahrlässiger Gemeingefährdung mit Todesfolge" angeklagt. Ihm wirft ein Sachverständigen-Gutachten vor, die Bremsen des Güterzuges an der Schnittstelle zwischen der österreich-ungarischen Raaber Bahn und dem Netz der ÖBB nicht ausreichend kontrolliert zu haben. Tatsächlich funktionierte die Bremsanlage bei 25 Waggons nicht. Der Güterzug konnte daher vor einem Signal nicht anhalten und fuhr auf der eingleisigen Strecke frontal gegen den RoLa-Zug. Der Personenwaggon für die Lkw-Lenker wurde bei diesem Zusammenprall fast vollständig zerstört. (vr/rv)
Österreich: RoLa-Zusammenstoß vor Gericht
Bei 25 Waggons funktionierte die Bremsanlage nicht