In wenigen Tagen geht der Schienenkorridor fünf, die Transitstrecke zwischen der Ukraine und den Adriahäfen, in Betrieb. Vorerst zwar nur mit Dieselloks und streckenweise eingleisig, aber immerhin. Die österreichische Ostregion hat keinen leistungsfähigen Anschluss an diese Transitroute, die nur wenige Kilometer jenseits der Staatsgrenze auf ungarischem Gebiet entlang führt. Das soll sich so rasch wie möglich ändern, fordern die Landeshauptleute von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, Michael Häupl, Erwin Pröll und Karl Stix. Die Anbindung des Wiener und Grazer Raumes an diese Transitstrecke würde zu einer Verlagerung der Güterströme führen, wodurch ein Ausbau der Südbahn mit dem umstrittenen Semmeringtunnel nicht mehr erforderlich wäre. Verkehrsministerin Monika Forstinger (FPÖ) will Anfang des kommenden Jahres einen "Bahngipfel" einberufen, um diese Frage zu klären. (rv)
Österreich-Ost fordert Schienenanbindung
Schienenkorridor von der Ukraine zu den Adriahäfen als Alternative für geplante Südbahn