Wien. Anfang Dezember stimmten die Abgeordneten der Koalitionsparteien ÖVP und FPÖ im Parlament für die Reform der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) gegen das Votum der Opposition. Danach werden die ÖBB bereits ab 1. Januar 2004 in insgesamt zehn Gesellschaften geteilt. Innerhalb eines Jahres soll der Umbau abgeschlossen sein. Unter dem Dach einer Holding werden vier Aktiengesellschaften - je eine für den Güter- bzw. Personenverkehr, zwei für Infrastrukturbau bzw. -betrieb - angesiedelt. Außerdem wird es insgesamt fünf Gesellschaften mit beschränkter Haftung geben. Die österreichische Regierung erwartet von der neuen Struktur gewaltige Einsparungen im Ausmaß von rund einer Milliarde Euro jährlich und eine Stärkung der Wettbewerbsposition. Die Frage, ob das neue Unternehmenskonzept dafür die richtige Basis ist, hatte in den letzten Wochen heftige politische Diskussionen ausgelöst, die in einem 66-stündigen Streik der Eisenbahner ihren Höhepunkt fanden. (vr/rv)
Österreich: ÖBB-Reform ist beschlossene Sache
Österreichische Bundesbahnen werden in zehn Gesellschaften geteilt